Beteiligungen

Geldscheine_aus_Portemonaie_kompr.jpg

Geldscheine, die aus einem Portemonaie schauen

Im Prinzip kann es für jedes Unternehmen interessant sein, Gesellschaftsanteile an Investoren zu verkaufen. In der Praxis kommt dieser Beteiligungsverkauf jedoch am häufigsten für Gründungen im Hightech-Bereich vor. Hier liegt auch meist ein sehr großer Anfangsfinanzierungsbedarf vor. 

High-Tech-Gründerfonds

Dazu braucht es nicht unbedingt ein Finanzinstitut. Der „High-Tech Gründerfonds“ (HTGF) repräsentiert einen Zusammenschluss von verschiedenen Institutionen wie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, der KfW Bankengruppe und vielen mehr. Der Fonds hat es sich zur Aufgabe gemacht, für kleine technologieorientierte Unternehmen in der GründungsphaseRisikokapital bereitzustellen. Dazu erwirbt der HTGF als offene Beteiligung nominal 15 % der Anteile und stellt ein nachrangiges Gesellschafterdarlehen zur Verfügung, was zu einem Gesamtengagement von bis zu 500.000 Euro in einer ersten Finanzierungsrunde führt. Zusätzlich legt der Fonds 1,5 Millionen Euro Risikokapital für Anschlussfinanzierungen zurück. Das Darlehen und die Beteiligung besitzen eine vorgesehene Laufzeit von sieben Jahren.

Beteiligungen der Banken 

Von Bankenseite gibt es ebenfalls verschiedene Angebote. Auf Bundesebene hält dieKfW den ERP-Startfonds bereit. Wenn kleine innovative Unternehmen einen sogenannten Leadinvestor aufweisen können, entsteht so die Möglichkeit, den Beteiligungsbetrag jeweils hälftig zu gleichen Bedingungen zwischen der KfW und dem Leadinvestor aufzuteilen, wobei die KfW-Summe bei maximal fünf Millionen Euro liegt. 

Mikromezzaninfonds

Eine interessante Finanzierungsmöglichkeit für Gründer stellt der Mikromezzaninfonds Deutschland dar. Mit seiner Beteiligungshöchstsumme von 50.000 Euro richtet er seinen Fokus speziell auf Unternehmen, die ausbilden, aus der Arbeitslosigkeit gegründet oder von Personen mit Migrationshintergrund geführt werden. Auch gewerblichorientierte Sozial- und Umweltunternehmen können eine Förderung erhalten. 

Antragstellung erfolgt in Hessen über die MBG H Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Hessen mbH.

Beteiligung in Hessen

Auf Ebene des Landes Hessen administriert die BM H Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen mbH verschiedene Fonds. Die BM H ist eine Tochtergesellschaft der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale (Helaba) und über die WIBank in die Wirtschaftsförderung von Hessen integriert. 

Vorrangig in den strukturschwächeren Landesteilen Hessens kommt „Hessen Kapital“ zum Tragen. Durch dieses wird die Schaffung alternativer Finanzierungsmöglichkeiten zur Realisierung von Unternehmenswachstum und Innovationsvorhaben sowie der anschließenden Markterschließung angestrebt. Die Laufzeit der Beteiligung beträgt in der Regel acht, maximal jedoch zwölf Jahre. Die Höchstsumme liegt bei 1,5 Millionen Euro. Eine gemeinsame Antragstellung bei der BM H von Unternehmen, Hausbank und/oder weiteren Kapitalgebern zur Darstellung einer Gesamtfinanzierung ist vor Vorhabensbeginn erwünscht. 

Bei Beteiligungen der MBG H Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Hessen mbH trägt diese das unternehmerische Risiko mit. Sie behält sich daher bestimmte Kontrollmöglichkeiten vor. Theoretisch ist eine Beteiligung beim Start des Unternehmens beantragbar, z. B. im Falle einer Übernahme. In der Praxis kommt eine Beteiligung am häufigsten bei einem Unternehmensalter von zwei Jahren vor. Die Summe muss zwischen 130.000 Euro und 1,5 Millionen Euro liegen.

Links