Gründung mit Migrationshintergrund

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Gruppe junger Menschen

Auch ohne die deutsche Staatsbürgerschaft zu besitzen ist eine Existenzgründung in Deutschland möglich. In den Fällen einer gewerblichen Tätigkeit besteht eine Anzeigepflicht bei der Gewerbebehörde. Im Übrigen ist von Bedeutung, ob es sich um ein überwachungsbedürftiges, anzeige- oder erlaubnispflichtiges Gewerbe handelt, also ein besonderes Schutzbedürfnis der Öffentlichkeit vorliegt. Erlaubnispflichtig sind beispielsweise das Bewachungsgewerbe sowie der Personenverkehr, auch mit Mietwagen oder Taxi. Der Betrieb einer Gaststätte mit Alkoholausschank ist in Hessen bei der zuständigen Gewerbebehörde spätestens sechs Wochen vor Betriebsbeginn anzuzeigen. Dabei sind bestimmte Unterlagen, aus denen sich die Zuverlässigkeit ergibt, vorzulegen.  

Nicht-EU-Staatsbürger, die zum Zweck der selbstständigen Erwerbstätigkeit einreisen, erhalten eine Aufenthaltserlaubnis. Hierbei muss ein übergeordnetes wirtschaftliches Interesse oder ein besonderes  örtliches Bedürfnis bestehen. Dieses ist in der Regel gegeben, wenn mindestens 250.000 Euro investiert und fünf Arbeitsplätze geschaffen werden. Das Aufenthaltsgesetz regelt die Bestimmungen zur Erwerbstätigkeit in Deutschland. Zuständig ist die jeweilige Ausländerbehörde.
Informationen sind bei den Kammern, der Agentur für Arbeit und auf den Gründerseiten des Bundeswirtschaftsministeriums erhältlich. 

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